Die Geschichte der Everglades: Von der ungezähmten Wildnis zum nationalen Schatz

Die Everglades sind eine Welt, in der sich das Wasser wie langsames Glas bewegt und Alligatoren das Sumpfgebiet beherrschen. Bevor es zu einem Symbol für Amerikas Naturwunder wurde, erlebte dieses riesige Feuchtgebiet in Südflorida Jahrhunderte des Wandels, der Konflikte und des Naturschutzes. Ihre Geschichte ist so verschlungen wie die Flüsse, die sie durchfließen, und genauso wichtig.

Everglades: Ein Zeitstrahl

  • Prähistorische Zeiten: Indigene Völker beginnen, sich in der Everglades-Region niederzulassen.
  • 1513: Ponce de León landet in Florida und der europäische Kontakt beginnt.
  • 1800er Jahre: Die Seminolenkriege vertreiben die indigenen Stämme und die Everglades werden zum Schlachtfeld.
  • 1880er-1920er Jahre: Entwässerungsprojekte beginnen und die Feuchtgebiete werden in Ackerland umgewandelt.
  • 1947: Der Everglades National Park wird eingerichtet.
  • 1979: Von der UNESCO zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
  • 1983: Im Rahmen der Kampagne "Rettet unsere Everglades" beginnen massive Restaurierungsarbeiten.
  • 2000: Umfassender Plan zur Wiederherstellung der Everglades (CERP) gestartet.
  • 2016: Die Everglades wurden von der UNESCO auf die Liste "Gefährdetes Welterbe" gesetzt, weil sie durch Umweltbedrohungen wie die Unterbrechung des Wasserflusses gefährdet sind.
  • Heute: Laufende Restaurierungsprojekte zielen darauf ab, dieses bedrohte Ökosystem wiederzubeleben.

Die Handlung der Everglades

Antike Ursprünge

Lange vor den modernen Grenzen war die Everglades-Region die Heimat indigener Völker wie der Calusa, Tequesta und später der Seminolen. Diese Kulturen passten sich an das Feuchtgebiet an, reisten mit dem Einbaum, ernteten Fisch und Muscheln und errichteten Muschelhügel, die noch heute existieren. Ihre tiefe Verbundenheit mit dem Wasser bestimmte ihre Lebensweise.

Die Ankunft der Siedler (1500er-1800er)

In den 1500er Jahren kamen die spanischen Entdecker und brachten Krankheiten und Unruhen mit. In den 1800er Jahren, als die US-Expansion nach Florida vordrang, wurden die Everglades zu einem wichtigen Schlachtfeld während der Seminolenkriege (1816-1858). Die Seminolen nutzten das sumpfige Gelände, um sich gegen die Zwangsumsiedlung zu wehren und machten die Region zu einem der letzten Refugien für den Widerstand der Ureinwohner im Osten der USA.

Trockenlegen und Erobern (1880er-1930er Jahre)

Seit den 1880er Jahren wurden die Everglades als Ödland betrachtet, das "verbessert" werden sollte. Kanäle und Dämme wurden gebaut, um die Feuchtgebiete für Zuckerrohrfelder, Rinderfarmen und Siedlungen zu entwässern. Diese Veränderungen zerstörten das Ökosystem, leiteten die natürlichen Wasserströme um und führten zu einem weitreichenden Verlust von Lebensraum.

Eine Verlagerung hin zur Bewahrung (1940er-1970er Jahre)

Naturschützer, insbesondere Marjory Stoneman Douglas, trugen mit ihrem bahnbrechenden Buch von 1947 The Everglades dazu bei, die öffentliche Wahrnehmung zu verändern: River of Grass. Im selben Jahr wurde der Everglades National Park gegründet, der erste Nationalpark in den USA, der hauptsächlich zum Schutz eines Ökosystems eingerichtet wurde. Allerdings blieben dabei nur etwa 20% der ursprünglichen Everglades erhalten.

Ein Kampf um die Wiederherstellung (1980er-Jahre-heute)

Seit den 1980er Jahren zielen groß angelegte Bemühungen wie CERP darauf ab, jahrzehntelange ökologische Schäden rückgängig zu machen. Die Ziele: Wiederherstellung des natürlichen Wasserflusses, Verringerung der Verschmutzung und Schutz bedrohter Arten wie des Florida-Panthers und der Seekuh. Dennoch sind die Everglades durch den Klimawandel, invasive Arten und die Ausbreitung der Städte zunehmend bedroht.

Die Everglades heute: Ein lebendes, atmendes Vermächtnis

Heute sind die Everglades die größte subtropische Wildnis der USA und der einzige Ort auf der Erde, an dem Alligatoren und Krokodile nebeneinander leben. Es ist ein UNESCO-Weltkulturerbe, ein internationales Biosphärenreservat und ein Feuchtgebiet von globaler Bedeutung. Er wird vom National Park Service verwaltet und durch globale Naturschutzbemühungen unterstützt und heißt Besucher aus aller Welt willkommen. Ob Sie nun wandern, paddeln oder in einem Luftkissenboot über den See gleiten, jeder Besuch ist eine Reise durch die Zeit.

Planen Sie Ihren Besuch in den Everglades >

Häufig gestellte Fragen über die Geschichte der Everglades

Indigene Gruppen wie die Calusa, Tequesta und später die Seminole lebten seit Tausenden von Jahren in und um die Everglades.

Weitere Infos

Über die Everglades

Öffnungszeiten

Airboat Touren